Wasserwirbel Wasserkraft ermöglicht grünes Wirtschaftswachstum in Indien

SRF „schweiz aktuell“ vom Mon­tag 21.07.2014 http://www.srf.ch/player/tv/popupvideoplayer?id=e22cd7b9-d7e6-4ea6-99a2-f0ee973bda5f&starttime=0.9510000000000218  

Wasser­wirbel Wasserkraft ermöglicht grünes Wirtschaftswach­s­tum in Indi­en
Indis­che Inge­nieurs­del­e­ga­tion zur Schu­lung in der Schweiz im Kan­ton Aar­gau

Die Wasser­wirbel­tech­nik ver­hil­ft den Armen dieser Welt ihren Energiebe­darf auf nach­haltige Art zu deck­en und damit ihren Lebens­stan­dard wesentlich zu verbessern. Auf dem indis­chen Sub­kon­ti­nent beste­ht ein riesiges Poten­tial für Kle­inst­wasserkraftwerke. In Part­ner­schaft mit Verde Inter­na­tion­al, hil­ft die schweiz­erische Genossen­schaft für Wasser­wirbel Konzepte Schweiz (GWWK) mit, dieses Poten­tial auszuschöpfen. Der Schweiz­er Clean­tech-Trans­fer eröffnet ger­ade ländlichen Regio­nen in Indi­en neue Möglichkeit­en für eine sta­bile und ressourcenscho­nende Stromerzeu­gung.

RV/STY/ST — Im April 2014 gab die GWWK bekan­nt, dass sie im Auf­trag der indisch-schweiz­erischen Gesellschaft Verde Inter­na­tion­al an Pla­nung und Bau von min­destens 1’000 Wasser­wirbelkraftwerken auf dem indis­chen Sub­kon­ti­nent beteiligt sein wird. Die GWWK bietet ihren Part­nern dazu Entwick­lungs- und Engi­neer­ing-Leis­tun­gen und liefert Schlüs­selkom­po­nen­ten für die robusten, wartungsar­men Kraftwerke.

Mit Klein­wasserkraftwerken kön­nten in Indi­en bis zu 15’000 Megawatt Strom pro­duziert wer­den. Min­destens die Hälfte dieses Poten­zials soll in den näch­sten 10 Jahren aus­geschöpft wer­den. Dies ist die Absicht des indis­chen Min­is­teri­ums für Neue und Erneuer­bare Energien (Min­istry of New and Renew­able Ener­gy, MNRE). Ein Grossteil der poten­ziellen Stan­dorte liegt im Himalaya-Gebi­et, wo aus­re­ichende Höhe­nun­ter­schiede für die Turbinierung des Wassers in tra­di­tionellen Wasserkraftwerken vorhan­den sind.

Fliess­gewäss­er und Bewässerungskanäle in anderen Lan­des­ge­bi­eten wer­den hinge­gen kaum für die Wasserkraft genutzt. Zwar hat sich die instal­lierte Leis­tung von indis­chen Klein­wasserkraftwerken in den let­zten Jahren ständig erhöht, jedoch bleiben beachtliche Poten­ziale immer noch ungenutzt. Hier kann die Wasser­wirbel­tech­nik ihre Vorteile ausspie­len. Weil das Strom­netz nicht mit der eng­maschi­gen Abdeck­ung der europäis­chen Net­ze zu ver­gle­ichen ist, sind «Stand-Alone»-Anlagen beson­ders gefragt. Doch ger­ade ländliche Regio­nen sind für die Stromerzeu­gung derzeit noch auf Diese­lag­gre­gate angewiesen. Steigende Energiepreise und Infla­tion­srat­en ver­teuern diese ein­st­mals bil­lige Quelle. Es beste­ht eine grosse Nach­frage nach ver­lässlich­er und bezahlbar­er Elek­triz­ität. Mit ihrer Unab­hängigkeit von fos­silen Kraft­stof­fen und ihrer ressourcenscho­nen­den Strompro­duk­tion zu langfristig kalkulier­baren Preisen ist die Wasserkraft eine ide­ale Tech­nolo­gie.

Der Bau kon­ven­tioneller Wasserkraftwerke birgt jedoch ver­schiedene Her­aus-forderun­gen. Dazu gehören bauliche Risiken, lange Pla­nungsphasen, Umsied­lung­spro­jek­te, sowie hydrol­o­gis­che Risiken wie das Sich­er­stellen eines kon­stan­ten Wasser­flusses für die Strompro­duk­tion. Diese Nachteile ent­fall­en beim Bau von Wasser­wirbel-Energiean­la­gen, welche von der schweiz­erischen Genossen­schaft Wasser­wirbel Konzepte Schweiz (GWWK) entwick­elt und ver­mark­tet wer­den. Die Wasser­wirbel­tech­nik benötigt für eine kon­stante Stromerzeu­gung deut­lich gerin­gere Höhen­dif­feren­zen und Wasser­men­gen als kon­ven­tionelle Klein­wasserkraftwerke. Als nach­haltige, umweltverträgliche Tech­nolo­gie trägt sie zur Revi­tal­isierung der Gewäss­er bei und bringt Fis­chen, Krabben oder Sch­neck­en keine Gefahr.

Wasser­wirbe­lan­la­gen sind in Pla­nung, Instal­la­tion und Betrieb ein­fach. Für den Unter­halt sind keine teuren Ersatzteile notwendig. Die zeit­gemässe und robuste Tech­nik ermöglicht eine gün­stige, von der Infla­tion entkop­pelte Strompro­duk­tion. Die Anla­gen wer­den in Indi­en gebaut, um gün­stige Kosten und schnelle Liefer­barkeit zu garantieren. Die Kom­bi­na­tion von «Swiss Made Clean­tech» zu vorteil­haften Preisen und tiefen Betriebs- und Unter­halt­skosten ermöglicht es, das grosse Poten­zial für Klein­wasserkraftwerke in Indi­en nach­haltig zu erschliessen. Ins­beson­dere ländliche und abgele­gene Regio­nen in Indi­en kön­nen damit die häu­fi­gen Stro­maus­fälle über­winden und zum Wach­s­tum der Grü­nen Wirtschaft beitra­gen.

Erste Stan­dorte für die neuen Kraftwerke befind­en sich bere­its in der Eval­u­a­tion­sphase. Dazu gehören Bewässerungskanäle und kleinere Fliess­gewäss­er in abgele­ge­nen oder hügeli­gen Gebi­eten. Verde Inter­na­tion­al und GWWK sind opti­mistisch, dass sie das riesige Poten­tial in Indi­en auss­chöpfen kön­nen. Sie erre­ichen dabei ihr Ziel mitzuhelfen saubere Energie in Indi­en nach­haltig und sozial ver­ant­wortlich zu pro­duzieren.

Die Pro­jek­t­part­ner

Für die gemein­same Pla­nung, Entwick­lung und den Bau von Wasser­wirbel Energiean­la­gen arbeit­en die GWWK und die Verde Inter­na­tion­al AG zusam­men. Die Schweiz­er-Indis­che Verde Inter­na­tion­al ermöglicht den Trans­fer schweiz­erisch­er und europäis­ch­er Clean­tech-Lösun­gen nach Indi­en. Das Unternehmen blickt auf eine lange und erfol­gre­iche Zusam­me­nar­beit mit indis­chen Part­neror­gan­i­sa­tio­nen zurück, die primär im Umwelt-, Energie- und Nach­haltigkeits­bere­ich aktiv sind. Viele dieser Part­ner sind seit langem an den staatlichen Pro­gram­men für die Förderung von erneuer­baren Energien beteiligt.

Zusam­men mit den indis­chen Part­nern kann Verde Inter­na­tion­al AG ein Ver­trieb­snetz in Indi­en zur Ver­fü­gung stellen. Die Zusam­me­nar­beit mit den ein­heimis­chen Organ­i­sa­tio­nen ermöglicht den Bau der Anla­gen vor Ort und einen guten Mark­tzu­gang.

 

Zusät­zliche Auskün­fte und Rück­fra­gen:

Verde Inter­na­tion­al
Dr. Richard Vögeli, VRP, Verde Inter­na­tion­al
rhvoegeli@verde-international.org Mobile +41 76 579 27 52

Genossen­schaft Wasser­wirbel Konzepte Schweiz (GWWK) und green-cube.org
Bahn­hof­platz 4, 5000 Aarau
Daniel Styger, Präsi­dent und Geschäfts­führer
styger@gwwk.ch , daniel.styger@green-cube.org Mobile +41 79 332 94 04

MNRE
«Small Hydro»-Programm des MNRE: Gov­ern­ment of India – Min­istry of New and Renev­able Ener­gy http://www.mnre.gov.in/schemes/offgrid/wind/